Antworten auf keine Frage

Ich lese viel, vielleicht manchmal zu viel. Gibt da kein richtig und kein falsch. Aber am meisten mag ich die Texte, die mich etwas fühlen lassen. Texte, Filme, Bilder, Lyrics oder Zitate – mit denen ich mich verstanden fühle. Manchmal auch nur eine Melodie. Ein bisschen wie ein Moodboard. 
Es tut so ungemein gut etwas zu lesen, in dem man sich wieder findet. Am liebsten mag ich die Momente, in denen ich etwas fühle. Selber nicht genau weiß was – irgendwie. Einen Text lese und anschließend weiß ich, wie ich mich fühle. Wenn jemand anders es schafft das auszudrücken, was ich nicht in Worte fassen kann.

Fühlen, nicht- fühlen und alles dazwischen!

Frage, ob wir eine Sekunde teilen wollen und bin vor der Antwort schon weg, weil ich sie nicht hören will. Und mit jedem Sprung an Mut gewinnen, mich selbst finden. Mit jeder Sekunde Freiheit ein bisschen Angst ersetzten. Nähe wieder in mein Leben lassen – so ein kleines bisschen. Die Mauern spröde werden sehen. Zulassen kurz anzukommen, die Intervalle länger werden lassen. Mehr als nur 2 Unterhaltungen teilen. Vielleicht auch das eine Mal zu viel den Chat öffnen. Und trotzdem nicht springen, weil mir das grad so gefällt – deine Nähe!

Auf nimmer wiedersehen!

Und die, die zerbricht, bin wieder ich! Merke, wie es anfängt zu bröckeln. Dieses so bekannte Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Und am Ende die große Auslosung. Wieder der Jackpot. Und puff  bist du wieder weg! Hast dich so sehr daran gewöhnt schlecht zu mir zu sein, dass es schon normal ist. Weiß nicht, ob es dich überhaupt berührt. Stelle mir die Frage, ob es dir Spaß macht. Und mein Herz hängt trotzdem noch an dem, der du schon lange nichtmehr bist oder nie warst!

Nichtsmehr so wie es war und doch wieder genauso wie immer. Diesmal wirkliche auf shuffle drücken und hoffentlich nicht wieder – ausversehen – bei repeat landen. Und es geht weiter, weil es immer weiter geht. Einatmen. Ausatmen. Weitergehen. Und es klappt. Merke wieder, wie viel besser es mir geht, ohne dich. 

Take or Toss

Wieso? Wieso haben wir verlernt Entscheidungen zu treffen? 

Wann ist es soweit gekommen, dass wir mehr Wert auf die Meinung anderer und sogar fremder Leute legen, als auf unser Bauchgefühl? 

Aber auf der anderen Seite möchte jeder ein selbstbestimmtes Leben führen. Unabhängig sein, frei sein. Was auch gut ist, aber wieso sind wir es dann nicht bei den wichtigen Entscheidungen des Lebens?
Jeder lässt sich freedom tätowieren, aber sperrt sich so sehr in ein Gefängnis ein, das aus den Meinungen und Worten anderer besteht.

Kann man lieben lernen?

Aber was ist die Liebe eigentlich und kann man lernen zu lieben, wenn man so sehr verletzt wurde, dass man den Glauben an sie verloren hat? Ich meine jede Frau ist in irgendeiner Form mehr oder weniger romantisch veranlangt. Und wenn die Herren der Schöpfung mal ganz ehrlich sind – sind sie es auch. Und mindestens genauso vielen wurde schonmal das Herz gebrochen – in welcher Form auch immer. Sei es ein Korb nach dem ersten Date oder der unerklärliche Schlussstrich nach zig Jahren des gemeinsamen Lebens. Und meistens hinterlässt es das Gefühl, als könnte man nie wieder sein Leben mit jemand anderem verbringen. Quasi der Anfang vom Ende. Aber ist das so?

Geisterstunde

Irgendwo der Anflug deines Parfüms. Jenes nach dem meine Lederjacke noch lange roch, als die Umarmung längst gelöst war. Der Geruch, in dem ich mich so gerne verlor.
Hin- und hergerissen zwischen es immer wieder riechen wollen, mich an dich erinnern und die Erinnerung ein Lächeln auf mein Gesicht zeichnen lassen. Und gleichzeitig diese unendliche Trauer die mich überkommt. Die Trauer die sich ihren Weg bahnt, die Luftröhre hoch. Sie zuschnürt und nicht selten als Schluchzen in der Kehle stecken bleibt bevor die Tränen kommen. Gefangen zwischen den guten Erinnerungen und ihrem bitteren Beigeschmack. Wir sind doch so jung, wie kann es sein, dass unsere Freunde sterben? Bin ich jetzt in diesem Alter? Es ist jetzt über ein Jahr her, in meinem Kopf angekommen ist es noch nicht. Nicht ganz. Ich weiß es, weiß dass ich nie wieder die Dinge sagen kann, welche ich so oft aufschob. Hab kurz vorher an dich gedacht. Paradox nicht wahr? 

Vergeben und Vergessen?

Um eines meiner Lieblingszitate aus Greys Anatomy auszugraben: „Was bringt dir die Wut, wenn sie dir nur selber weh tut?“ Meine Antwort? Absolut nichts, rein garnichts! Schlichtweg nur ein beschissenes Gefühl bei dir. Die Wut braucht enorm viel Energie. Energie die man in etwas Positives stecken könnte. Und doch hat man nicht die Kraft oder die Mittel, die Wut sein zulassen und weiter zu gehen. Vergeben und Vergessen? Ich weiß nicht, ob das immer geht. Es gibt Dinge im Leben, die prägen dich so enorm – positive wie negative. Und wenn aus einer solchen Sache Wut wird, ist es sehr schwer Frieden zu finden. Manchmal heilt die Zeit die Wunden, aber manchmal weißt man nicht, wie man sie los wird. Den ständigen und dennoch unliebsamen Begleiter.

Übers Vermissen

Es passiert etwas in meinem Leben und ich muss kurz an dich denken. Ich will es dir erzählen, weil ich weiß dass außer dir niemand darüber lachen würde. Ich muss kurz lächeln bei dem Gedanken, worüber wir lachen konnten. Bin drauf und dran dir zu erzählen, was mich bewegt und merke, dass es dich nicht mehr gibt. Weiß nicht genau wohin mit den Fragen, Emotionen und Geschichten. Erzähle sie jemand anderem. Weiß, dass es nicht dasselbe ist aber du auch nichtmehr der Selbe bist.
Und dennoch sitze ich hier und vermisse dich.

Einsamkeit.

Aber irgendwann geht die Sonne unter. Es wird kühler und die Gespräche ernster. Fröstelnd ziehe ich meine dünne Jacke um meinen Körper. Spüre die Hitze der letzten Sonnenstrahlen aus meinem Körper verschwinden. Und genauso verlässt mich die Unbeschwertheit, die ich vorhin bei Pommes und Eis noch spürte. Wie die Dunkelheit spüre ich die Einsamkeit lauern. Kann die Gesellschaft nichtmehr so genießen. Lächle nur noch. Das Lachen ist mit der Sonne untergegangen.

She’s a little runaway!

Ich bin mein Leben lang davongerannt. Vor Nähe. Ich konnte es nie zulassen, hab niemanden wirklich in mein Leben gelassen. Konnte nie vertrauen. Hatte immer Angst. Angst verlassen zu werden. Hab verlassen, wenn es ernst wurde. Bin immer an Menschen geraten, die verlassen. Nichts anbrennen und nichts ernst werden lassen. War immer auf dem Sprung und nie wirklich zuhause.