Vergeben und Vergessen?

Um eines meiner Lieblingszitate aus Greys Anatomy auszugraben: „Was bringt dir die Wut, wenn sie dir nur selber weh tut?“ Meine Antwort? Absolut nichts, rein garnichts! Schlichtweg nur ein beschissenes Gefühl bei dir. Die Wut braucht enorm viel Energie. Energie die man in etwas Positives stecken könnte. Und doch hat man nicht die Kraft oder die Mittel, die Wut sein zulassen und weiter zu gehen. Vergeben und Vergessen? Ich weiß nicht, ob das immer geht. Es gibt Dinge im Leben, die prägen dich so enorm – positive wie negative. Und wenn aus einer solchen Sache Wut wird, ist es sehr schwer Frieden zu finden. Manchmal heilt die Zeit die Wunden, aber manchmal weißt man nicht, wie man sie los wird. Den ständigen und dennoch unliebsamen Begleiter.

Gedankenkarussel

Und wieder dreht sich alles. Nicht nur die Gedanken, sondern auch ich mich. Komme immer wieder am selben Punkt an, der bei dem ich völlig ahnungslos bin. Immer wieder alles auf Anfang. Fast wie im Film. Würde ihn gerne anhalten, kurz verschnaufen. Luft holen, um weiter zu machen.

Übers Vermissen

Es passiert etwas in meinem Leben und ich muss kurz an dich denken. Ich will es dir erzählen, weil ich weiß dass außer dir niemand darüber lachen würde. Ich muss kurz lächeln bei dem Gedanken, worüber wir lachen konnten. Bin drauf und dran dir zu erzählen, was mich bewegt und merke, dass es dich nicht mehr gibt. Weiß nicht genau wohin mit den Fragen, Emotionen und Geschichten. Erzähle sie jemand anderem. Weiß, dass es nicht dasselbe ist aber du auch nichtmehr der Selbe bist.
Und dennoch sitze ich hier und vermisse dich.

Einsamkeit.

Aber irgendwann geht die Sonne unter. Es wird kühler und die Gespräche ernster. Fröstelnd ziehe ich meine dünne Jacke um meinen Körper. Spüre die Hitze der letzten Sonnenstrahlen aus meinem Körper verschwinden. Und genauso verlässt mich die Unbeschwertheit, die ich vorhin bei Pommes und Eis noch spürte. Wie die Dunkelheit spüre ich die Einsamkeit lauern. Kann die Gesellschaft nichtmehr so genießen. Lächle nur noch. Das Lachen ist mit der Sonne untergegangen.

She’s a little runaway!

Ich bin mein Leben lang davongerannt. Vor Nähe. Ich konnte es nie zulassen, hab niemanden wirklich in mein Leben gelassen. Konnte nie vertrauen. Hatte immer Angst. Angst verlassen zu werden. Hab verlassen, wenn es ernst wurde. Bin immer an Menschen geraten, die verlassen. Nichts anbrennen und nichts ernst werden lassen. War immer auf dem Sprung und nie wirklich zuhause.

Stille – die angenehme und die unangenehme

Ich hatte letztens die Situation mit einem sehr guten Freund. Wir hatten eine längere Autofahrt vor uns, es war spät. Wir fuhren von einem witzigen und schönen Tagesausflug gen Heimat. Zuerst redeten wir noch über Gott und die Welt. Liesen den Tag Revue passieren, redeten über den Alltag oder Dinge, die uns in den Kopf kamen. Nach einiger Zeit wurden wir beide still. Jeder hing einwenig in seinen eigenen Gedanken. Hörten den Menschen im Radio zu und ich für meinen Teil dachte über einige Dinge nach. Es war zu keinem Zeitpunkt unangenehm.

Heimat ist…

Ich selber habe das unendliche Glück, dass sich in mir eine unendliche Ruhe ausbreitet und ich das Gefühl habe zu platzen, weil ich es nicht in Worte fassen kann, wenn ich die Berge sehe. Ich liebe die Berge so sehr und egal was sonst für mich Heimat ist, so sind die Berge für mich immer die emotionalste.