Antworten auf keine Frage

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Ich glaube es gibt zwei Arten von Menschen. Die fühlen Menschen und die, die alles rational sehen. Ich glaube ich bin beides. Aber mehr der Fühlen Mensch. Ich muss alles fühlen, ich höre mehr auf mein Bauchgefühl. Halte nicht so viel von rationalen Entscheidungen. Ich muss alles fühlen, alles was ich sage muss erst gefühlt werden, sonst ist es für mich nicht richtig. Sonst kommt es nicht von mir. Es muss sich richtig anfühlen. Auch wenn ich dadurch 10x mehr über die Dinge nachdenke – für manchen vielleicht zu viel.
Ich weiß oft nicht was ich sagen will. Oft nicht wie ich es ausdrücken kann. Und dann ist da plötzlich dieses Bild, das ich so gerne mag. Und es drückt aus was ich fühle. Auf der suche nach eine Caption verliere ich mich zu häufig. In meinen Notizen, auf Pinterest oder in meinem Kopf. Suche nach Worten die genau das beschreiben. Das was ich fühle, wenn ich das Bild ansehe. Es geht immer ums fühlen. Wenn für mich zu lange nichts passt, dann verschwindet es wieder. Im Archiv, meinen Entwürfen oder in Vergessenheit. Vielleicht ist das einfach nicht der Tag an dem ich es fühlen soll. Vielleicht ist morgen der viel bessere. Vielleicht auch nie. Mein Lieblingsspruch diesbezüglich? ‚Don’t do it to impress someone. Express something.‘ Und genau das möchte ich. Mit den Bildern Sprüchen Fragen irgendetwas ausdrücken und vielleicht antworten geben. Mir und jemand anderem. Auch auf Fragen die man garnicht so bewusst hat. In 10 Tagen nochmal drüber lesen, sich verstanden fühlen. Genau im richtigen Moment über alte Notizen stolpern, verstehen und alles ein bisschen mehr gut sein lassen. Sich an das Gute erinnern. Damit die vermeintliche Negativität nicht gewinnt. Sich wieder erinnern, warum es gut ist. Und Vertrauen – aufs Bauchgefühl.

Ich lese viel, vielleicht manchmal zu viel. Gibt da kein richtig und kein falsch. Aber am meisten mag ich die Texte, die mich etwas fühlen lassen. Texte, Filme, Bilder, Lyrics oder Zitate – mit denen ich mich verstanden fühle. Manchmal auch nur eine Melodie. Ein bisschen wie ein Moodboard.
Es tut so ungemein gut etwas zu lesen, in dem man sich wieder findet. Am liebsten mag ich die Momente, in denen ich etwas fühle. Selber nicht genau weiß was – irgendwie. Einen Text lese und anschließend weiß ich, wie ich mich fühle. Wenn jemand anders es schafft das auszudrücken, was ich nicht in Worte fassen kann.
Und es ist das schönste, wenn mir das jemand sagt. Wenn jemand sagt, dass er genau dieses Gefühl manchmal hat wenn er das liest, was ich geschrieben hab. Wenn jemand sich verstanden fühlt. Wenn da wieder so viel fühlen ist. 

Ich weiß es so sehr zu schätzen, wenn mich ein Text berührt. Ich finde, dass ist Kunst. Jemanden anderen etwas fühlen lassen können. Egal ob durch Musik, Text oder durch Bilder. Ich finde es ist immer gut, wenn es jemanden etwas fühlen lässt. Wenn man darin Antworten findet. 

Und deshalb finde ich es so unglaublich schön. Dann hab ich das Gefühl, dass ich die Dinge die ich so sehr schätze auch auf eine Art weiter geben darf. Wenn ich jemandem das Gefühl geben kann, für das ich selber so dankbar bin. Dass jemand anderes sich plötzlich verstanden fühlt, nachdem er etwas von mir gelesen hat. Ich glaube ein schöneres Kompliment kann ich nicht kriegen.
Ich weiß oft selber nicht, was ich eigentlich sagen möchte. Und plötzlich füllen sich die Seiten, noch bevor ich überhaupt zu Ende gedacht hab. Und plötzlich hab ich Antworten auf die Fragen die ich selber nicht beantworten konnte. Die ich manchmal nicht bewusst gestellt habe. Bis grad eben erst. Es ist einfach ein Gefühl. Der Drang die Gedanken zu sortieren. Abzugeben. Das Chaos verstehen wollen. Und plötzlich sehe ich alles ein bisschen klarer. Alles macht Sinn und alles ist okay so – ganz plötzlich. Und wenn es außer mir nur einen gibt, dem es ähnlich geht ist das genau richtig – so wie es ist. Ich schreibe Dinge, an niemanden und jeden. Und für jeden wird es eine andere Antwort sein, auf seine ganz persönlichen Gefühle. Aber es wird immer die richtige sein. Es wird immer genau passen, wenn man es zulässt.

Ein bisschen die Gedanken loslassen, dem overthinking entgegenwirken. Ein bisschen Ruhe finden. Darauf vertrauen, dass alles seinen Weg geht. Darauf vertrauen, dass alles so kommt wie es kommen soll. Es keine verpassten Chancen gibt. Das es genau richtig so ist. Und ein bisschen Selbstreflexion. Immer offene Fragen! Damit man nicht verlernt selber zu denken. Dass es ein zu viel fühlen gibt. Aber auch die Gewissheit, dass alles irgendwann gut wird. Egal wie. Dass das verstanden werden etwas essentielles ist. Alles sehr persönlich und doch irgendwie unkonkret genug. Genug Interpretationsspielraum – für jeden. Spielraum, bei dem man am Ende eine Antwort finden kann. Wenn man möchte. Einen Ausdruck für ein Gefühl, den man selber gerade nicht finden kann. 

Nicht rational – sondern nur fühlen.

THE PEOPLE WHO OVERTHINK ALSO OVERLOVE!
-Rs Kay

 

xx

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