Auf nimmer wiedersehen!

Und plötzlich tauchst du wieder auf. Mit wehenden Fahnen, großen Versprechen und süßen Worten. Schmierst das alles in mein Leben, wie klebrigen Honig. Und ich? Ich bleibe kleben, immer und immer wieder. Glaube an das Gute im Menschen. Und es zerreißt mich wieder. Man erwartet Entscheidungen, möchte das richtige tun. Möchte fair sein. Jeden so behandeln, wie er es im Jetzt verdient.
Aber habe ich dich nicht noch gestern erst verflucht? Verflucht für die Lücke, die du hinterlassen hast. Verflucht, für die leeren Versprechungen und vor allem verflucht, für die Enttäuschungen. Die Fragen, ob ich zu sehr von den anderen erwarte, weil ich das alles tun würde? Oder ist es einfach zu wenig, was der andere tut? Selbstzweifel! Die Überlegung, ob nicht ich der Fehler bin. Sich selbst vielleicht ein bisschen zu sehr hinterfragen!

Und dann kommt alles wieder, wie es immer kommt. Du verschwindest, mit noch mehr Applaus und Trubel, als du aufgetaucht bist. Mit Pauken und Trompeten kommen Konfrontationen, Vorwürfe und noch viel größere Worte, die den klebrigen Honig, von vor wenigen Tagen, wieder auslöschen. So wie Alkohol den Edding löst, revidierst du deine Versprechen und Worte, die doch für immer waren.

Und die, die zerbricht, bin wieder ich! Merke, wie es anfängt zu bröckeln. Dieses so bekannte Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Und am Ende die große Auslosung. Wieder der Jackpot. Und puff  bist du wieder weg! Hast dich so sehr daran gewöhnt schlecht zu mir zu sein, dass es schon normal ist. Weiß nicht, ob es dich überhaupt berührt. Stelle mir die Frage, ob es dir Spaß macht. Und mein Herz hängt trotzdem noch an dem, der du schon lange nichtmehr bist oder nie warst! Suche dich in jedem Menschen, der mir begegnet.

Nichtsmehr so wie es war und doch wieder genauso, wie immer. Diesmal wirklich auf shuffle drücken und hoffentlich nicht wieder – ausversehen – bei repeat landen. Und es geht weiter, weil es immer weiter geht. Einatmen. Ausatmen. Weitergehen. Und es klappt. Merke wieder, wie viel besser es mir geht, ohne dich. 

Habe wieder dieses Ziel in mir, besser zu sein. Besser als ich selbst, besser als gestern und auch besser als heute. Ein besser Mensch, als du sein. Das Herz am rechten Fleck behalten. Besser als mit dir sein, weil du mich zu jemandem machst der ich nicht bin. Merke, dass du jedes Mal nur das Negative mitnimmst. Mein neu geordnetes Mosaik ist besser. Besser als es vorher war. Und da ist noch Luft nach oben. Ich lache. Und ich merke, wie das Glück zurückkommt. Noch ein bisschen mehr, als vorher. Hab mein Leben wieder – nur meins. Das, in dem du keine Rolle spielst. Das, in dem ich mich an all den kleinen Dingen erfreue. Sie meiner besten Freundin, meiner Mitbewohnerin oder einfach dem Typen, der in der Bahn neben mir sitzt, erzähle. Und es fühlt sich so viel besser an, als sie dir zu erzählen. 

Bin wieder mehr ich, als ich es vorher war, gehe einen Babyschritt vorwärts und weiß, dass ich am Ziel ankommen werde. Ganz egal welches ich wähle. Und ich lerne wieder zu atmen!

Ganz plötzlich überkommt mich diese Ruhe. Dieses pure Vertrauen in mich selbst und dass am Ende alles kommt wie es kommen muss. Dass Karma das für mich regelt und jeder das kriegt, was er verdient. Und darauf vertraue ich! 

Auf nimmer Wiedersehen!

a.

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