Gedankenkarussel

Alles dreht sich. So viele Möglichkeiten und doch nichts, was völlig richtig scheint. Immer wieder penetranter Kopfschmerz. Suche den Pausenknopf, will abspringen. Kurz loslassen – einfach mal kurz nicht denken. Aber jeder will Entscheidungen, jeder will wissen was kommt. Immer wieder holt mich die Frage „Und danach?“ ein. Meine Antworten meist schwammig – genau wie das Wirrwarr in meinem Kopf. Immer öfter versuche ich dem auszuweichen. Rase aber gleichzeitig auf das Ende zu. Das Ende, das nach einer Entscheidung verlangt.
Hin- und Hergerissen vom Weglaufen, einem Neuanfang und der Heimat. Völlig fasziniert von der Fremde. Irgendwohin gehen, wo einen niemand kennt. Alles mal auf Null setzten. Und trotzdem die Vorahnung, dass einen die Heimat immer wieder einholen würde. Gleichzeitig die Unsicherheit, dass es dir ein Gefühl der völligen Freiheit bieten kann, aber nicht muss. Vielleicht zerreißt es einen auch?
Aber zuhause? Zuhause merke ich mehr denn je, das mich immer mehr Dinge einholen. Dinge von früher, von ganz früher oder von gestern erst. Ich will nicht nur in irgendwelche Fußstapfen treten, ich will eigene Spuren hinterlassen. Will das Richtige tun. Aber der Zweifel ob das geht, ohne in eine neue Richtung zu gehen bleibt.

 

Und wieder dreht sich alles. Nicht nur die Gedanken, sondern auch ich mich. Komme immer wieder am selben Punkt an, der bei dem ich völlig ahnungslos bin. Immer wieder alles auf Anfang. Fast wie im Film. Würde ihn gerne anhalten, kurz verschnaufen. Luft holen, um weiter zu machen.
Wache nach viel zu wenig Schlaf auf, stelle mir die selben Fragen wie am Abend zuvor. Der Kopfschmerz setzt wieder ein. Hab ganz viel vor, lauf vor der Ruhe davon. Vor dem Denken. Aber sogar unterwegs holt sie mich ein, die Frage nach der Zukunft. Die Werbung spielt damit, die Mädels in der Bahn neben mir reden darüber, die Oma fragt. Jeder will es wissen. Jeder, nur ich nicht.
Wünsche mir das Ende, damit die Entscheidung ohne mich getroffen werden muss. Will wieder anhalten, abspringen nur kurz durchatmen. Kurz keinen Schwindel fühlen, ob vom Denken oder Schlafmangel. Aber hier gibt es keinen Nothalt, keine Zeitlupe und keinen Pausenknopf. Sondern nur das Unaufhaltsame, die Entscheidung, das Ende.

 

Das was bleibt, sind die 100 Fragen nach dem was kommen soll, was ich will. Die Fragen nach der Zukunft. Und eigentlich ist es doch nur eine Frage, die mit den tausend Gesichtern. Ebenso wie die Zukunft selbst.

 

a.

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