She’s a little runaway!

Ich bin mein Leben lang davongerannt. Vor Nähe. Ich konnte es nie zulassen, hab niemanden wirklich in mein Leben gelassen. Konnte nie vertrauen. Hatte immer Angst. Angst verlassen zu werden. Hab verlassen, wenn es ernst wurde. Bin immer an Menschen geraten, die verlassen. Nichts anbrennen und nichts ernst werden lassen. War immer auf dem Sprung und nie wirklich zuhause.

Und irgendwann traf ich einen Menschen, bei dem ich plötzlich keine Angst hatte. Ich traf jemanden, für den ich bleiben wollte. Ich traf jemanden, mit dem für immer plötzlich so real war. Und ich spürte, dass es für ihn auch real war. Zumindest für eine kleine Sekunde. Und dann war es wieder nur einer dieser Menschen, die verlassen. Die davonrennen. Vor Gefühlen und vor den ernsten Dingen des Lebens. Ein Mensch, der nur das Leichte sucht. Ein Mensch, der nur nimmt und nicht gewillt ist zu geben. Ein Mensch dem nichts reicht. Lebensmott „immer höher immer weiter“.

Und so lernte ich, dass Zufriedenheit eine wichtige Sache ist. Das man das Gefühl des angekommen seins, wollen muss. Das man sich zufrieden gibt mit allem, was ein Mensch jemandem gibt. Man muss es fühlen, man muss sich verletzlich machen. Und das ist so verdammt schwer, weil weglaufen so viel einfacher ist.
Weil es Probleme gibt, wenn man jemanden so gut kennt. Weil kein Mensch perfekt ist, wenn man ihn nicht so sehen möchte. Weil manche Menschen die Konsequenzen der Dinge nicht tragen können, die sie selbst verursacht haben. Weil es Menschen gibt, die die Schuld immer auf andere schieben.
„Happieness is not a choice but positivity is!“
So hab ich gelernt, was wichtig ist. Für mich. Und wie ich nicht sein möchte. Ich möchte niemand sein, der nicht zu seinen Fehlern steht. Ich möchte niemand sein, der sich selbst nur dann gut fühlt, wenn er alle anderen klein machen kann.
Das stärkste im Leben, was du tun kannst, ist zu deinen Fehlern zu stehen.

Und jetzt sitze ich hier, höre Runaway von Bon Jovi und fühle es wieder so sehr. Merke wie sich alles wieder aufbaut und mir der Mensch leid tut, der irgendwann das ertragen muss, was ein anderer verbockt hat. Und währenddessen übe ich mich in Gelassenheit, versuche zu vergeben und Frieden zu finden.

 

Don’t run away.

 

a.

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wunderbar. genau so sollte es sein. Offene, ehrliche und tolle Worte und Erkenntnisse- Glg Herta

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    1. a. sagt:

      Vielen Lieben Dank für deine Worte!

      Gefällt 1 Person

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